Gute Nachrichten für den Sportstandort Clausthal-Zellerfeld: Die Skirollerstrecke am Landesleistungszentrum „Arnd Peiffer“ soll umfassend saniert und modernisiert werden. Insgesamt stehen dafür gut eine Million Euro zur Verfügung. Damit soll die Zukunft der wichtigen Trainings- und Wettkampfstätte langfristig gesichert werden.
Bei einem gemeinsamen Termin vor Ort sprachen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sport über die geplanten Maßnahmen und die Bedeutung der Anlage. Mit dabei waren unter anderem Staatssekretär Stephan Manke, Regierungsdirektor Herr Aue aus dem Sportbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung sowie Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch.
Dringender Handlungsbedarf
Dass die Skirollerstrecke eine grundlegende Sanierung benötigt, ist bei einem Blick auf ihren Zustand kaum zu übersehen. Die jahrelange intensive Nutzung hat deutliche Spuren hinterlassen. Bereits bei einer Besichtigung im März wurde der erhebliche Handlungsbedarf deutlich.
Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Aspekt: Die bisherige 25-jährige Zweckbindung der Anlage läuft Ende 2027 aus. Ohne entsprechende Investitionen wäre der dauerhafte Erhalt der Strecke gefährdet. Im schlimmsten Fall hätte dies langfristig sogar den Rückbau der Anlage bedeuten können.
Mit der geplanten Sanierung soll sichergestellt werden, dass die Strecke auch künftig für den Trainings- und Wettkampfbetrieb zur Verfügung steht.
Neue Asphaltdecke, Beleuchtung und Schießanlage
Im Rahmen der geplanten Maßnahmen soll die Asphaltdecke der Skirollerstrecke saniert werden, um auch künftig sichere Bedingungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb zu gewährleisten. Darüber hinaus ist eine neue, energiesparende Beleuchtung vorgesehen. Auch die Schießanlage soll erneuert werden, um insbesondere für das Biathlontraining zeitgemäße Voraussetzungen zu schaffen.
Damit wird die bestehende Sportstätte nicht nur instand gesetzt, sondern zugleich modernisiert und für die kommenden Jahre fit gemacht.
Gemeinsam über eine Million Euro für die Sanierung
Die Finanzierung der Sanierung und Modernisierung setzt sich aus vier Beiträgen zusammen:
- 691.000 Euro vom Land Niedersachsen
- 200.000 Euro vom Landkreis Goslar
- 20.000 Euro von der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken
- 90.000 Euro Eigenanteil der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld
Insgesamt stehen damit 1.001.000 Euro für den Erhalt und die Modernisierung der bestehenden Sportanlage zur Verfügung.
Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang auch Torsten Janßen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken, für die Unterstützung des Projekts.
Besondere Trainingsmöglichkeiten im Oberharz
Wie wichtig die Skirollerstrecke für den Sport ist, machte insbesondere Dr. Sebastian Röthele vom Niedersächsischen Skiverband deutlich. Die Anlage ist weit mehr als eine Trainingsmöglichkeit für die schneefreie Jahreszeit.
Gemeinsam mit den Wintersportanlagen am Sonnenberg bietet sie hervorragende Voraussetzungen für ein ganzjähriges Training. Je nach Wetter- und Schneelage können Sportler kurzfristig zwischen den Standorten wechseln. Diese Flexibilität ist ein besonderes Merkmal des Oberharzes und macht die Region zu einem attraktiven Trainingsstandort.
Die anspruchsvolle Streckenführung zieht regelmäßig Sportler und Vereine in den Oberharz. Besonders für den Biathlonnachwuchs bietet die Anlage gute Trainingsmöglichkeiten. Aber auch der Breitensport profitiert von der Strecke.
Eine moderne und gut erhaltene Trainingsstätte ist zudem ein wichtiger Faktor für die Nachwuchsgewinnung. Attraktive Trainingsbedingungen tragen dazu bei, junge Menschen für den Sport zu begeistern und ihnen langfristig Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
Eine Investition in die Zukunft des Sportstandortes
Mit der Sanierung wird nicht nur eine bestehende Sportanlage erhalten. Die Investition stärkt zugleich die Bedeutung Clausthal-Zellerfelds als Trainings- und Wettkampfstandort in Niedersachsen.
Das Landesleistungszentrum „Arnd Peiffer“ und die Trainingsmöglichkeiten am Sonnenberg ergänzen sich auf besondere Weise. Gemeinsam bieten sie Bedingungen, die sowohl für den Leistungs- als auch für den Breitensport von großer Bedeutung sind.
Damit bleibt die Skirollerstrecke auch künftig ein wichtiger Bestandteil der sportlichen Infrastruktur im Oberharz und zugleich ein Aushängeschild für die gesamte Region.
Für Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch war der Termin zugleich eine ihrer letzten Amtshandlungen vor dem Ende ihrer Amtszeit – verbunden mit einer erfreulichen Nachricht für die Zukunft des Oberharzes.
