Heute fand das 4. Kinder- und Jugendforum im Mehrzweckraum der Grundschule Clausthal statt. In der Zeit von 11:00 bis 12:00 Uhr nahmen ca. 64 Schülervertreterinnen und -vertreter (SuS) der Grundschulen Clausthal und Zellerfeld, der Haupt- und Realschule sowie des Robert-Koch-Gymnasiums teil.
Zum Auftakt stellte Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung und Stadtwerke vor.
Anschließend berichtete Jugendpfleger Björn Schweda über die Vorabstimmungen in den Schulen. Hintergrund ist, dass der Rat der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld dem Kinder- und Jugendforum jährlich 15.000 Euro zur Verfügung stellt, über deren Verwendung demokratisch entschieden wird.
Bei den Abstimmungen standen eine Sprayerwand am Jugendzentrum Klepperberg und ein Kletterdino zur Auswahl. Von 913 abgegebenen Stimmen waren nur sechs ungültig. Mit 491 zu 416 Stimmen setzte sich der Kletterdino knapp durch und wird nun auf dem Spielplatz "An der Treuerhalde" in Zellerfeld errichtet.

Im Anschluss entschieden die Jugendlichen über das konkrete Modell. Die Tiefbauabteilung der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld hatte mehrere Varianten vorgeschlagen – mit deutlicher Mehrheit fiel die Wahl auf einen T-Rex, der mit einer Höhe von 3 Metern und einer Länge von 8,6 Metern seinem Namen alle Ehre macht. Die Umsetzung wird aufgrund von Liefer- und Bauzeiten voraussichtlich etwa 13 Wochen in Anspruch nehmen.
Die Entscheidung wurde von allen Teilnehmern sehr positiv aufgenommen – das Budget ist damit im Sinne der Kinder und Jugendlichen investiert.
Zusätzlich informierte Stephan Pöhling von den Stadtwerken über geplante Maßnahmen.
In der anschließenden Fragerunde äußerten insbesondere ältere Schülerinnen und Schüler den Wunsch nach einer Gesprächsrunde mit den Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten sowie nach weiteren Informationen zur anstehenden Kommunalwahl. Amtsleiter Mario Medico nutzte die Gelegenheit, um Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zu gewinnen – eine Bewerbung ist online oder im Bürgerbüro möglich.
Abschließend konnten noch kleinere Rückfragen geklärt werden. So verwies die Bürgermeisterin auf bestehende Angebote in der Region, beispielsweise das super familienfreundliche Freibad in Wildemann, als auf den Wunsch nach einem Babybecken für jüngere Geschwister eingegangen wurde.
Einige Schülerinnen und Schüler hoben besonders hervor, dass sie die Möglichkeit zur Mitbestimmung sehr „cool“ fanden und auch den Ablauf der Abstimmung mit Wahlurne und allem Drum und Dran als gelungen empfanden. Wie bereits bei den vorherigen Kinder- und Jugendforen zeigten alle Teilnehmenden – unabhängig davon, ob sie eine Grundschule oder eine weiterführende Schule besuchen – ein durchweg diszipliniertes und gegenseitig wertschätzendes Verhalten.
