Grundsteuer Festsetzung für Grundvermögen

Grundsteuer Festsetzung für Grundvermögen

Allgemeine Informationen
Die Grundsteuer ist eine Realsteuer (auch Objektsteuer genannt). Sie knüpft an das Eigentum, die Beschaffenheit sowie den Wert eines Grundstücks an. Sie wird von der zuständigen Stelle erhoben, auf deren Gebiet der Grundbesitz liegt. Steuerpflichtig ist der im Inland liegende Grundbesitz.


Grundbesitz sind

  • land- und forstwirtschaftliches Vermögen (Grundsteuer A),
  • Grundvermögen und Betriebsvermögen (Grundsteuer B).

Dem Finanzamt obliegt die Bewertung der einzelnen Objekte.

Der Einheitswert bildet die Grundlage für den Steuermessbetrag. Die zuständige Stelle beschließt mit der Haushaltssatzung den Hebesatz und erlässt den Grundsteuerbescheid. Der Steuermessbetrag multipliziert mit dem Hebesatz bildet die zu entrichtende Steuer.


An wen muss ich mich wenden?
Zuständig ist das Steueramt der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld - Ansprechpartnerinnen s. o.


Welche Unterlagen werden benötigt?
Keine. Die Grundlage für die Steuerfestsetzung und -erhebung wird bei der Bewertung durch das jeweils zuständige Finanzamt gelegt. Notwendige Unterlagen für die Wertfeststellung sind bereits in dem dortigen Wertfeststellungs- und Grundsteuermessbetragsverfahren einzureichen.  
Sollten Sie ggf. einen Erlassantrag stellen wollen, erfragen Sie bitte in Ihrer Gemeinde, in welcher Form und unter Beifügung welcher Unterlagen dies zu erfolgen hat.


Zahlungsarten

  • Überweisung
  • Lastschrift
  • Abbuchung
  • Dauerauftrag

Welche Fristen muss ich beachten?
Die Grundsteuerpflicht endet / beginnt bei einem Eigentumswechsel nach dem Grundsteuergesetz erst zum 31.12 / 01.01. des Folgejahres. Der neue Eigentümer ist zur Grundsteuer heranzuziehen, wenn das Finanzamt die Zurechnung zum nächsten Jahresersten durch einen neuen Grundsteuermessbescheid vorgenommen hat. Bis dahin bleibt die Grundsteuerfestsetzung gegenüber dem bisherigen Eigentümer bestehen.

Die Steuerverwaltung nimmt jedoch bis auf Weiteres ausnahmsweise auch unterjährige Eigentumsumschreibungen auf Antrag vor, wenn beide Vertragsparteien, unter Nennung der Namen und Anschriften, ihr Einverständnis in einem formlosen Antrag schriftlich mitteilen und der Nachweis über die Eigentumseintragungen im Grundbuch (z.B. Eintragungsbekanntmachung) vorgelegt wird. Ohne das beiderseitige Einverständnis und den Eigentumsnachweis werden keine unterjährigen Umschreibungen vorgenommen. Der bisherige Eigentümer wird dann so lange zur Grundsteuer herangezogen, bis nach Maßgabe eines neuen Grundsteuermessbescheides des Finanzamtes der neue Eigentümer zur Grundsteuer zu veranlagen ist.


Rechtsgrundlage

§ 41 ff Grundsteuergesetz (GrStG) (für Stichtage bis zum 01.01.2024)

§§ 68 bis 94 und § 125, 129 bis 133 Bewertungsgesetz (BewG)

Rechtsgrundlagen für die Erhebung sind Grundsteuergesetz und Hebesatzsatzung in der für den Erhebungszeitraum gültigen Fassung der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld.


Rechtsbehelf
Der Grundsteuerfestsetzung liegt ein Grundsteuermessbescheid des Finanzamtes zugrunde. Deshalb ist für Einwendungen, die sich gegen die Grundsteuerpflicht oder die Bewertung richten, das Finanzamt zuständig, das den Grundsteuermessbescheid (Grundlagenbescheid) erlassen hat. An die Festsetzungen im Grundsteuermessbescheid ist die Gemeinde gebunden, bis dieser vom Finanzamt auf Antrag oder von Amts wegen geändert oder aufgehoben und ihr dies mitgeteilt wird. Danach erfolgt kraft Gesetzes die Berichtigung oder Aufhebung der Grundsteuerveranlagung (Folgebescheid).


Anträge / Formulare

Formulare: grundsätzlich keine; ggf. Einzugsermächtigung für die Gemeinde zur Teilnahme am Lastschriftverfahren
Onlineverfahren möglich: Erfragen sie dies bitte bei Ihrer Gemeinde.
Schriftform erforderlich: ja
Persönliches Erscheinen nötig: nein


Was sollte ich noch wissen?
Sind Sie Eigentümer eines Grundstücks, ist dafür eine Grundsteuer B zu zahlen.

Bei einem Erwerb im Zwangsversteigerungsverfahren richtet sich die Abgabepflicht zunächst nach dem Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG). Nach § 56 ZVG trägt der Ersteher für das Grundstück ab dem Tag, an dem der Zuschlag erfolgt, die Lasten. Dementsprechend wird ab Zuschlagsbeschluss die gegenüber dem bisherigen Eigentümer auf der Grundlage des gültigen Messbescheides festgesetzte Grundsteuer anteilig und ggf. für das Folgejahr (gleiches gilt für Straßenreinigungsgebühren) festgesetzt. Die Zurechnung auf den Ersteher über den Grundsteuermessbescheid erfolgt durch das Finanzamt zum nächsten Jahresersten. Dieser Messbescheid ist dann Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer.