
Der Kunsthandwerkerhof Alte Münze ist ein Ort,
der zum Verweilen einlädt und zugleich äußerst
geschichtsträchtig ist. Hier wurde einst „dass
beste und schönste Geldt in gantz Teutschland“
hergestellt.
Heute finden Sie auf dem Gelände der ehemaligen
Zellerfelder Münze den Kunsthandwerkerhof. Neben
der Glashütte und einem malerischen Innenhof laden
Sie hier die Holz- und Glasspielerei sowie das Café
Sti(e)lbruch zum Verweilen ein. Außerdem
veranstaltet die Kreisvolkshochschule Goslar hier
in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern und
der Tourist Information interessante Kreativkurse
für Erwachsene und Kinder.(hz/HA)
Kunsthandwerkerhof Alte
Münze
Bornhardtstr. 11
38678 Clausthal-Zellerfeld
Kernöffnungszeit
montags bis
freitags 10 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr
samstags 10 - 16 Uhr
sonn- und feiertags 11 - 17 Uhr
Glashütte der Sinne
Rudolf
Wiemers Glashütte und Vertrieb
Tel. 0 53 23 / 83 638 www.glasblaeserei.de
Holz- und Glasspielerei
Tel. 0 53 23 / 96 28 26
<dl><dt>In geschichtsträchtigen Mauern lädt das Café Stilbruch ein zu hausgemachtem Kuchen, verschiedenen Kaffee- und Teespezialitäten und in die Weinstube. Zum Café gehört auch das Gewölbe des früheren Goldscheidelabor der historischen Münzstätte; hier wurde aus dem Rammelsberger Erz geringe Mengen des edlen Metalls gewonnen. In unregelmäßigen Abständen finden in diesem besonderen Ambiente Kulturveranstaltungen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen.</dt></dl>
Café Stilbruch
Antik-Café
täglich geöffnet von 11 bis 18 uhr
Valentina Hellmoldt
Tel. 0 53 23 / 82 077
http://www.cafe-stilbruch.harz.de
Tourist Information Clausthal-Zellerfeld
Tel. 0 53 23 / 81 024
tic@harztourismus.com
Die ältesten Gebäude der Zellerfelder Münze wurden
unmittelbar nach dem verheerenden Stadtbrand von 1672
gebaut. Für den Oberharzer Bergbau war die Münzstätte
der Schauplatz des letzten Produktionsschritts vom Erz
untertage zum Zahlungsmittel. Hauptmotiv für die
Landesherren, ab Mitte des 16. Jahrhunderts den
Oberharzer Bergbau zu fördern, war ihr Interesse an der
Gewinnung von Silber. In einer Tonne Bleiglanz, die von
den Bergleuten ans Tageslicht gefördert wurde, waren
neben Blei etwa 500 Gramm Silber enthalten. Mit eigenem
Münzmetall und damit eigenem Geld machten die
Landesherren einen beträchtlichen Gewinn. Die
Zellerfelder (und auch die Clausthaler) Münze
produzierten im 17. und 18. Jh. mehr Zahlungsmittel als
andere bedeutende Münzstätten.
Um Gold aus den Erzen des Unterharzes zu trennen, wurde
auch ein Goldscheide-Laboratorium eingerichtet. In den
Räumen (heute zugänglich vom Café) ist heute eine
kleine Ausstellung des Oberharzer Bergwerksmuseums zu
diesem Thema untergebracht.
Kernstück der Münzstätte, die bis 1788 in Betrieb war,
ist das Gebäude mit den dicken Bruchsteinmauern, in dem
sich heute die Glas-Ausstellung und Glashütte befindet.
Die massiven neuen Mauern waren bis zu 90 cm dick. Hier
wurde das angelieferte Rohsilber eingeschmolzen und zu
Münz-Rohlingen verarbeitet. Das trutzige Gebäude sollte
Bedrohungen von außen standhalten - im 30jährigen Krieg
war die ältere Zellerfelder Münzstätte von feindlichen
Soldaten geplündert worden. Im Inneren sieht man an der
Decke die Kreuzgewölbe und einem eindrucksvollen Kamin
(heute mit einem modernen Schornsteinkopf).