
Die gemeinsame Geschichte als Bergstadt und
zugleich Heimstatt für eine Berghochschule bildete
die Grundlage für die Partnerschaft mit der Berg-
und Universitätsstadt Freiberg
(Sachsen).
Die Beziehungen zwischen der Bergakademie Freiberg
und der TU Clausthal reichen viele Jahrzehnte
zurück.
Eine 1990 abgeschlossene Vereinbarung mit dem Ziel, sich gegenseitig besser kennen zu lernen, wurde schnell mit Leben erfüllt und von Vereinen, Verbänden, Schulen und Verwaltungen ausgestaltet.
Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen der Berg- und Universitätsstadt Freiberg und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld wurde am 22. Januar 1995 im Rahmen einer Feierstunde vollzogen.
Neben der stürmischen Entwicklung Freibergs
durch den schnellen Aufschwung des Bergbaus, prägte
auch der Fernhandel die Struktur der Stadt und ließ
sie zum ökonomischen Zentrum der Markgrafschaft
Meißen im Mittelalter werden. Aber auch
Stadtbrände, Kriege und wirtschaftlicher Niedergang
prägten die Entwicklung Freibergs. So wurde
Freiberg im Mittelalter von vier großen
Stadtbränden (1375, 1386, 1471 und 1484) stark
zerstört.
Die erste Hauptperiode des Freiberger Bergbaus, die
sich auf das Gebiet zwischen Mulde und Münzbach
konzentrierte, ging Ende des 14. Jahrhunderts zu
Ende.
Die Krise im Freiberger Revier konnte erst zu
Beginn des Jahrhunderts durch die Erschließung
großer Vorkommen im Süden der Stadt überwunden
werden.
Den dritten großen Aufschwung gab es Ende des 18.
Jahrhunderts mit dem Aufschluss reicher Gangfelder
südlich von Freiberg.
Die vierte und letzte Hauptperiode des Freiberger
Bergbaus begann 1937, nachdem der Bergbau bereits
1913 eingestellt worden war und endete 1969. Im
Gefolge des Bergbaus entwickelte sich auch die
Industrie zur Verhüttung der einheimischen Erze im
Freiberger Raum sehr rasant.
Darüber hinaus spielt Freiberg als
Verwaltungszentrum für das sächsische Berg- und
Hüttenwesen eine wichtige Rolle. Seit 1542 hatte
das Oberbergamt und seit 1555 das Oberhüttenamt
seine Sitz in der Stadt. Der Dreißigjährige Krieg
hatte auch auf Freiberg verheerende Auswirkungen.
Die Stadt wurde 1632, 1639 und 1642 belagert. Diese
Belagerung brachte viel Not, Krankheiten und Armut.
Auch der Siebenjährige Krieg von 1756 bis 1763 zog
die Stadt stark in Mitleidenschaft.
Ein weiteres prägendes Ereignis war die 1765 erfolgte Gründung der Bergakademie in Freiberg, eine der ersten montanwissenschaftlichen Hochschulen der Welt. Diese Akademie verhalf der Stadt zu Weltruf.
Basisdaten
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz |
| Landkreis: | Freiberg |
| Höhe: | 400m ü. NN |
| Fläche: | 48,05 km² |
| Einwohner: | 45.524 (Stand: 31.07.2007) |
| Website: | www.freiberg.de |